Corporate Wording für starke Marken

Warum du eine klare, konsequente Unternehmenssprache brauchst

In vielen Unternehmen wird viel Herzblut ins Corporate Design investiert: Farben, Logos und Schriften, so dass alles perfekt zusammenpasst. Doch was leider oft in den Hintergrund gerät, ist die Sprache. Dabei prägt kaum etwas die Wahrnehmung eines Unternehmens so stark wie Worte.

Corporate Wording oder eine konsequente Markensprache ist weit mehr als ein theoretischer Leitfaden. Es macht deine Marke fühlbar, schafft Vertrauen und sorgt dafür, dass Kund:innen, Partner:innen und Mitarbeitende deine Botschaften sofort wiedererkennen.

Die Unternehmenssprache ist entscheidend für die Wahrnehmung

Stell dir vor, du betrittst zwei unterschiedliche Geschäfte, die dasselbe Produkt verkaufen. In einem fühlst du dich sofort verstanden, die Kommunikation ist klar, freundlich und professionell. Im anderen wirken die Texte unkoordiniert, die Botschaften wechseln von Seite zu Seite. Die Stile sind unterschiedlich. In welchem Unternehmen kaufst du dann eher etwas, wenn sich die Produkte nicht unterscheiden? Wahrscheinlich dort, wo du die Sprache verstehst und diese einheitlich eingesetzt wird.

Unsere Wahrnehmung wird sehr stark durch Sprache gesteuert. Worte transportieren Emotionen, Werte und Persönlichkeit. Eine klare Unternehmenssprache macht genau das sichtbar. Sie wird zum verbindenden Element zwischen deiner Marke und deinem Publikum. Fehlt diese Einheitlichkeit, entstehen Inkonsistenzen, die nicht nur die Markenwahrnehmung schwächen, sondern auch die Nutzererfahrung, ob in einem Geschäft oder auch auf der Website.

Die Vorteile von Corporate Wording

Ein strukturiertes Corporate Wording bietet zahlreiche Vorteile, die weit über das reine Texten hinausgehen. Hier eine Übersicht von diversen Vorteilen:

  1. Wiedererkennbarkeit steigern
    Wenn deine Sprache konsequent ist, erkennt man deine Marke sofort – egal ob auf Social Media, im Newsletter oder auf der Website. Es gibt ein stimmiges Gesamtbild.
  2. Markenwerte sichtbar machen
    Jedes Unternehmen hat Werte, die es auszeichnen. Mit einer konsistenten Sprache werden diese Werte spürbar und erlebbar.
  3. Effizientere interne Prozesse
    Ein klarer Sprachleitfaden spart Zeit beim Texten, Briefings und Freigaben. Mitarbeitende wissen, wie sie kommunizieren sollen, ohne jedes Mal neu überlegen zu müssen.
  4. Klare Kommunikation intern und extern
    Einheitliche Begriffe und Tonalitäten sorgen dafür, dass Botschaften klar verstanden werden – sowohl von Mitarbeitenden als auch von Kund:innen.
  5. Differenzierung von der Konkurrenz
    Sprache ist ein oft unterschätztes, aber starkes Differenzierungsmerkmal. Wer konsequent seine eigene Stimme spricht, hebt sich vom Wettbewerb ab.

Wie Corporate Wording Kund:innen emotional bindet

Corporate Wording ist nicht nur ein Regelwerk für Begriffe, Schreibweisen oder Tonalität – es ist auch der Schlüssel, um deine Marke fühlbar zu machen. Eine konsequente Unternehmenssprache transportiert Werte, Persönlichkeit und Emotionen.

Ein Beispiel: Stell dir vor, ein Unternehmen verkauft nachhaltige Produkte. Ohne Corporate Wording wird sachlich formuliert: „Unsere Produkte sind umweltfreundlich.“ Mit konsequentem Wording, das Tonalität, Werte und Wortwahl festlegt, könnte der Text so aussehen: „Unsere handgefertigten Produkte helfen dir, deinen Alltag nachhaltiger zu gestalten und gleichzeitig Freude zu erleben.“

Der zweite Satz vermittelt nicht nur Informationen, sondern auch Emotionen, Leidenschaft und Markenwerte. Kund:innen fühlen sich verstanden, Vertrauen entsteht und die Bindung zur Marke wird gestärkt. Das zeigt: Corporate Wording schafft Vertrauen und stärkt die emotionale Bindung zur Marke.

Praxis-Tipps für die konkrete Umsetzung:

  • Überprüfe bei jedem Text, ob die gewählte Sprache die Markenwerte widerspiegelt.
  • Wähle Wörter, die Emotionen transportieren, statt nur Fakten zu nennen. Hierzu empfiehlt es sich, auch genügend Adjektive und Verben zu verwenden, anstatt nur Nomen.
  • Achte auf Konsistenz: Inkonsistente Tonalitäten schwächen die emotionale Wirkung und verwirren die Leser:innen.

So wird Corporate Wording nicht nur zu einem Werkzeug für Wiedererkennbarkeit, sondern zu einem echten Hebel für emotionale Kundenbindung.

So entwickelst du eine eigene Unternehmenssprache

Ein Corporate Wording entsteht nicht von heute auf morgen. Es ist ein Prozess, der Struktur, Planung und Pflege braucht. Folgende Schritte helfen, eine einheitliche Sprache zu etablieren:

  • 1. Werte klären
    Am Anfang steht die Frage: Wofür steht dein Unternehmen? Welche Werte sollen spürbar sein? Die Antwort darauf bildet das Fundament für alle Texte.
  • 2. Tonalität definieren
    Deine Tonalität entscheidet darüber, wie dein Unternehmen wirkt. Freundlich, inspirierend, professionell oder locker? Wichtig ist, dass sie zu deiner Marke und deiner Zielgruppe passt.
  • 3. Typische Begriffe festlegen
    Welche Begriffe sollen verwendet werden? Welche Formulierungen passen zu deinem Stil? Eine Liste typischer Begriffe sorgt dafür, dass alle dieselbe Sprache sprechen.
  • 4. Eine gemeinsame Sprachwelt entwickeln
    Markensprache ist mehr als einzelne Worte. Es geht um ganze Formulierungswelten – vom Claim über Social-Media-Posts bis hin zu E-Mails und Blogartikeln. Jede Botschaft soll die Persönlichkeit deiner Marke transportieren.
  • 5. Einheitliche Schreibregeln definieren
    Rechtschreibung, Schreibweisen von Unternehmen, Produkten oder Dienstleistungen, Abkürzungen – alles sollte konsistent geregelt sein. So vermeidest du Verwirrung und stärkst die Professionalität.

Vermeide häufige Fehler

Auch bei den besten Absichten passieren Stolperfallen. Diese solltest du vermeiden:

  • Inkonsistente Begriffe und Schreibweisen: Unterschiedliche Bezeichnungen für dasselbe Produkt wirken unprofessionell. Auf dem Flyer bezeichnest du das Produkt anders wie auf deiner Website? Oder auf einer Seite schreibst du in der Du-Form, auf der anderen in der Sie-Form? Das wirkt inkonsistent und erzeugt eine Irritation.
  • Zu viele Tonalitätswechsel: Ein Text darf variieren, aber nicht so stark, dass er die Leser:innen irritiert.
  • Corporate Wording als einmaliges Projekt: Nein, eben nicht. Sprache muss sorgfältig gepflegt und gelebt – und bei Bedarf angepasst werden. Nur so bleibt ihre Wirkung erhalten.

Corporate Wording leben

Ein konsistentes Markenbild entsteht erst, wenn alle Mitarbeitenden dieselbe Sprache sprechen. Corporate Wording ist kein One-Off-Projekt, sondern ein langfristiger Entscheid. Wo findet Corporate Wording also seine Anwendung?

  • Vermittlung in Schulungen
  • Verankerung in Textvorlagen und Guidelines
  • Regelmässige Überprüfung und Anpassung
  • Einarbeitung von neuen Mitarbeitenden

So bleibt die Markensprache lebendig und passt sich gleichzeitig den Veränderungen im Unternehmen und der Kommunikation an.

Fazit: Eine klare Unternehmenssprache ist notwendig

Eine klare Unternehmenssprache ist kein Luxus, sondern eine strategische Notwendigkeit. Sie macht deine Marke erlebbar, erhöht die Wiedererkennbarkeit, schafft Vertrauen und sorgt für effizientere interne Abläufe. Wer seine eigene Stimme konsequent entwickelt, hebt sich von der Konkurrenz ab und erreicht Kund:innen und Mitarbeitende auf einer emotionalen Ebene.

Wenn du merkst, dass in deinem Unternehmen noch nicht alle Texte, Kanäle und Botschaften einheitlich sprechen, lohnt sich ein gezielter Blick auf dein Corporate Wording. Gemeinsam können wir deine Markenwerte in Worte fassen, eine konsistente Tonalität entwickeln und einen strukturierten Sprachleitfaden entwickeln, der dein Team im Alltag optimal unterstützt.

Schreib mir gerne und wir besprechen in einem ersten Gespräch, wie deine Marke mit klarer Sprache sichtbarer, wiedererkennbarer und wirkungsvoller wird.

Melina Bollhalder Portraitfoto

Melina Bollhalder

Dipl. Expertin im Online-Marketing NDS HF

Ich unterstütze KMU und kleine Unternehmen dabei, online sichtbar und erfolgreich zu sein – mit einer starken Website, zielgerichtetem Content und Social-Media-Marketing, das wirkt.

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