Marketing-Mandat vs. eigene Marketingstelle: Was lohnt sich für dein KMU?
- Marketing-Mandat vs. eigene Marketingstelle: Was lohnt sich für dein KMU?
- Wie du die richtige Wahl für dein Marketing triffst
- Warum diese Frage gerade jetzt so viele KMU beschäftigt
- Die eigene Marketingstelle: Vorteile und Herausforderungen
- Das Marketing-Mandat: Flexibel und nach Bedarf
- Was wirklich zählt: Die richtigen Fragen stellen
- Vor- und Nachteile im direkten Vergleich
- Eine dritte Option: Das Beste aus beiden Welten
- Fazit: Die individuelle Situation ist entscheidend
- Häufig gestellte Fragen
Wie du die richtige Wahl für dein Marketing triffst
Kennst du das Gefühl, wenn das Marketing in deinem Unternehmen eigentlich immer „nebenbei“ passiert? Zwischen Kundengesprächen, Projekten und dem Tagesgeschäft bleibt für Social Media, Website und Content meist nur noch die Zeit, die übrig ist, und das ist meistens keine. Genau an diesem Punkt stellen sich viele Marketingverantwortliche und Geschäftsführer:innen von KMU früher oder später dieselbe Frage: Brauchen wir eine eigene Marketingstelle oder reicht ein externes Marketing-Mandat?
Diese Entscheidung ist mehr als eine reine Kostenfrage. Sie betrifft, wie viel Verantwortung du abgeben kannst, wie viel Kontrolle du behalten willst und wie schnell dein Unternehmen wachsen soll. In diesem Artikel zeige ich dir, worauf es wirklich ankommt, damit du eine Entscheidung triffst, mit der du dich langfristig wohlfühlst.
Warum diese Frage gerade jetzt so viele KMU beschäftigt
Der Druck, digital sichtbar zu sein, ist in den letzten Jahren spürbar gestiegen. Kund:innen recherchieren online, bevor sie sich für ein Unternehmen entscheiden, Social Media wird zur Visitenkarte und eine veraltete Website kostet still und leise Aufträge. Gleichzeitig haben viele KMU schlicht keine Marketingabteilung im klassischen Sinn. Oft übernimmt jemand aus der Geschäftsleitung, dem Verkauf oder der Administration das Marketing zusätzlich zu den eigentlichen Aufgaben.
Das funktioniert eine Weile, führt aber häufig zu einem Stillstand oder einer Überforderung: Beiträge werden unregelmässig gepostet, die Website wird nicht gepflegt, Kampagnen verlaufen im Sand. Irgendwann reift die Erkenntnis, dass es so nicht weitergehen kann, und genau dann taucht die Frage auf: Stelle ich jemanden fest an oder hole ich mir externe Unterstützung? Was macht jetzt wirklich Sinn?
Die eigene Marketingstelle: Vorteile und Herausforderungen
Eine fest angestellte Person im Marketing hat einen grossen Vorteil: Sie ist täglich vor Ort, kennt die internen Abläufe in- und auswendig und ist jederzeit ansprechbar. Für Unternehmen mit einem hohen, konstanten Marketingvolumen kann das die richtige Lösung sein.
Gleichzeitig bringt eine Festanstellung Verpflichtungen mit sich, die gerne unterschätzt werden. Neben dem Lohn fallen Sozialleistungen, Ferienanspruch, Weiterbildung, Arbeitsplatz und Ausfallzeiten bei Krankheit oder Ferien an.
Hinzu kommt: Marketing ist ein sehr breites Feld. Eine einzelne Person kann selten gleichzeitig Expertin für Strategie, Webdesign, Content-Erstellung, SEO und Social-Media-Ads sein. Und was dabei vor allem unterschätzt wird, ist der Zeitfaktor für all diese Tätigkeiten. Häufig braucht es dann doch wieder zusätzliche externe Unterstützung, etwa für die Website oder für Grafikarbeiten, was die Gesamtkosten zusätzlich erhöht.
Auch die Suche selbst ist eine Herausforderung: Gute Marketingfachleute sind gefragt, der Rekrutierungsprozess dauert oft Monate und es bleibt ein gewisses Risiko, ob die Person fachlich und menschlich wirklich passt.
Das Marketing-Mandat: Flexibel und nach Bedarf
Ein Marketing-Mandat bedeutet, dass du dir gezielt externe Expertise einkaufst, genau in dem Umfang, den du wirklich brauchst. Keine Festanstellung, keine Sozialleistungen, keine langwierige Rekrutierung. Stattdessen arbeitest du mit jemandem zusammen, der oder die bereits Erfahrung aus verschiedenen Branchen und Projekten mitbringt und sich laufend weiterbildet, weil das Geschäft schlicht davon lebt.
Der grosse Vorteil liegt in der Flexibilität. Brauchst du gerade mehr Unterstützung, etwa für einen Produktlaunch oder eine Kampagne, kann das Mandat angepasst werden. Wird es ruhiger, reduzierst du den Umfang wieder. Du zahlst für Leistung, Erfahrung und Expertise, nicht für Anwesenheit.
Ein Marketing-Mandat eignet sich besonders gut, wenn du strategische Beratung und operative Umsetzung aus einer Hand möchtest, ohne dich um Führung, Einarbeitung oder Stellvertretung kümmern zu müssen. Gerade für KMU, bei denen Marketing nicht das Kerngeschäft ist, kann das eine enorme Entlastung sein.
Natürlich gibt es auch hier Punkte, die du beachten solltest: Eine externe Person ist nicht täglich physisch vor Ort und eine gute Zusammenarbeit lebt von klarer Kommunikation und Vertrauen. Wer aber eine Partnerin oder einen Partner findet, der sich wirklich in das Unternehmen einarbeitet, profitiert oft von einer Nähe, die sich kaum von einer internen Stelle unterscheidet.
Was wirklich zählt: Die richtigen Fragen stellen
Statt die Entscheidung an der Frage „Festanstellung oder extern?“ festzumachen, lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Folgende Fragen helfen dir bei der Orientierung:
- Wie konstant ist dein Marketingaufwand übers Jahr verteilt? Schwankt er stark, ist ein Mandat meist sinnvoller als eine fixe Stelle.
- Brauchst du breites Fachwissen über mehrere Disziplinen hinweg, etwa Strategie, Content, Webdesign und Social Media, oder reicht eine spezialisierte Person für einen klar abgegrenzten Bereich?
- Wie viel Budget steht dir wirklich zur Verfügung, wenn du Lohnnebenkosten, Infrastruktur und Ausfallzeiten mit einrechnest?
- Wie wichtig ist dir die Möglichkeit, den Umfang der Zusammenarbeit kurzfristig anzupassen, je nach Auftragslage oder Saison?
- Wie viel Verantwortung und Entscheidungsfreiheiten kannst und willst du abgeben?
Wer sich diese Fragen ehrlich beantwortet, merkt meist schnell, in welche Richtung die Entscheidung tendiert. Es gibt hier kein generelles Richtig oder Falsch, sondern nur die Lösung, die zu deinem Unternehmen, deiner Situation, deinem Budget und deinen Zielen passt.
Vor- und Nachteile im direkten Vergleich
Damit du die wichtigsten Punkte auf einen Blick hast, hier die Gegenüberstellung von eigener Marketingstelle und externem Marketing-Mandat:
| Eigene, interne Marketingstelle | Externes Marketing-Mandat | |
| Verfügbarkeit | Täglich verfügbar, jederzeit ansprechbar | Flexibel nach Absprache, meist remote |
| Kosten | Fixe Lohnkosten plus Sozialleistungen, Infrastruktur, Weiterbildung | Klar planbare Kosten, nur für effektive Leistung |
| Flexibilität | Schwer kurzfristig anpassbar, Pensum meist fix | Umfang lässt sich je nach Bedarf erhöhen oder reduzieren |
| Fachwissen | Meist auf einzelne Bereiche fokussiert | Breite Erfahrung aus verschiedenen Branchen und Projekten |
| Aufwand bei Ausfall | Stellvertretung nötig bei Ferien oder Krankheit | Kontinuität auch bei Abwesenheiten gesichert |
| Rekrutierung | Zeit- und kostenaufwändiger Such- und Einarbeitungsprozess | Schneller Start ohne Anstellungsprozess |
| Unternehmenskenntnis | Sehr tief, da täglich im Betrieb integriert | Wird mit der Zeit aufgebaut |
| Führungsaufwand | Liegt vollständig bei dir | Entfällt grösstenteils, da eigenverantwortlich gearbeitet wird |
| Inputs | Läuft grossteils intern, meist viele Meetings | Austausch, Infos und Feedback aus Unternehmen nötig, um eigenständig zu arbeiten |
| Eigenständigkeit | Arbeitet eng nach internen Vorgaben und Strukturen | Übernimmt Verantwortung für Umsetzung und arbeitet selbstständig auf das vereinbarte Ziel hin |
Diese Tabelle zeigt: Es gibt nicht die eine richtige Lösung, sondern die Frage ist, welche Eigenschaften für dein Unternehmen gerade am meisten Gewicht haben.
Eine dritte Option: Das Beste aus beiden Welten
Viele KMU entscheiden sich übrigens gar nicht für ein Entweder-Oder, sondern für eine Kombination. Interne Mitarbeitende kümmern sich um das Tagesgeschäft, beispielsweise um Kundenkontakt oder einfache, spontane Postings oder interne Anfragen, während ein externes Marketing-Mandat die strategische Führung übernimmt, spezifische Projekte und Marketingmassnahmen umsetzt oder dort einspringt, wo intern Zeit oder Know-how fehlt. So bleibt das Marketing professionell betreut, ohne dass du die volle Verantwortung und alle Fixkosten einer Festanstellung tragen musst.
Fazit: Die individuelle Situation ist entscheidend
Ob eine eigene Marketingstelle oder ein externes Marketing-Mandat die richtige Wahl ist, hängt stark von deiner individuellen Situation ab: von deinem Budget, deinem Marketingvolumen und davon, wie viel Flexibilität du brauchst. Eine Festanstellung bringt Nähe und ständige Verfügbarkeit, dafür auch feste Kosten und ein gewisses Rekrutierungsrisiko. Ein Marketing-Mandat überzeugt durch Flexibilität, breite Erfahrung und ein planbares Budget, ohne dass du dich um Führung und Infrastruktur kümmern musst. Häufig ist auch eine Kombination aus beidem der Weg, der am meisten Sinn ergibt.
Wichtig ist vor allem eines: Dass dein Marketing nicht länger im Tagesgeschäft untergeht, sondern die Aufmerksamkeit bekommt, die es verdient, damit du sichtbar bleibst und deine Kund:innen dich auch wirklich finden.
Häufig gestellte Fragen
Du bist dir unsicher, ob eine eigene Marketingstelle oder ein Marketing-Mandat besser zu deinem Unternehmen passt? In einem unverbindlichen Erstgespräch schauen wir uns gemeinsam deine Ausgangslage an und finden heraus, welche Lösung dir wirklich Freiraum schafft, ohne dass dein Marketing dabei zu kurz kommt.💡
Kontaktiere mich gerne und buche ein kostenloses und unverbindliches Erstgespräch.

Melina Bollhalder
Dipl. Expertin im Online-Marketing NDS HFIch unterstütze dich in Social Media, Website, Newsletter & Content, damit du dich auf dein Kerngeschäft konzentrieren kannst!
